Ergo Tipps

Tipps und Informationen rund um die Ergotherapie

Archive for Februar, 2009

Feb-26-09

Lesen bildet!

posted by Christin

  • regt Fantasie und Kreativität an
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
  • erhöht Artikulations- und Kommunikatiosfähigkeit
  • erweitert Wortschatz
  • bildet eigene Meinung
  • Selbständigkeit, vor allem im Alltag (zB.: später Verträge, Arbeitsanleitungen, … lesen)
  • Förderung sozialer Interaktion durch Hineinversetzen in Handlungen und Persönlichkeiten der Geschichten und fördert somit auch das Einfühlungsvermögen
  • Bildung

Es gibt viele Kinder, die wenig Interesse am Lesen zeigen, da in der Schule nicht besonders ansprechende Bücher gelesen werden sollen und zu Hause das Lesen teilweise nicht vorgelebt wird. Hilfreich ist, wenn Sie dem Kind viel vorlesen, selber auch Interesse zeigen und lesen, denn Kinder übernehmen das, was die Eltern auch tun. Bieten Sie Ihrem Kind auch Bücher an und Ihr Kind kann sich daraus ein Buch auswählen, was es gerne lesen möchte. Innerhalb der Therapie gibt es viele liebevolle Übungen für’s Lesen und Verstehen bzw. Bildergeschichten, bei denen die Kinder eigene Geschichten bilden und kreativ sein können.

Also, versuchen Sie übers Lesen, mit all den  Vorzügen und Förderungen, die Kinder weg vom Computer und Fernseher zu bekommen.

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Feb-22-09

Wussten Sie schon…

posted by Christin

  • Echtheit
  • Empathie
  • Akzeptanz
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Struktur und Disziplin

  • damit Ihr Kind Ihre Anweisungen versteht, reden Sie mit ihm klar, deutlich, kurz und knapp; lassen Sie bitte Ihre Anweisung nochmal wiederholen!
  • setzen Sie Ihre Konsequenzen durch, wenn nicht, verlieren Sie an Glaubwürdigkeit und Respekt
  • behalten Sie Nerven und Geduld!
  • Gerechtigkeit!
  • damit Ihr Kind lernt, sich auch selbst zu beschäftigen und Sie gleichzeitig auch eine Ruhepause oder Elternzeit haben, trainieren Sie dies mit ihm, beginnen Sie mit ein paar Minuten, was sie auch steigern können; loben Sie, wenn die Zeit eingehalten worden ist; gleichzeitig sollten Sie versuchen auch die Ruhepause oder Kinderzeit zu respektieren
  • im Gegensatz legen Sie in der Alltagsroutine auch eine Spielzeit gemeinsam mit Ihnen ein, zB. am Abend, wo das Kind ein Spiel aussuchen darf, nehmen Sie sich doch auch eins herraus, in dem die Spielanforderung eher leicht ist (nach einem anstrengenden Tag, ist das für das Kind ein idealer Ausgleich, bei dem es auch noch gewinnen kann)
  • Loben Sie!!!! Versuchen Sie nur positive Verhaltensweisen zu loben, auch die, die schon selbstverständlich geworden sind und ignorieren Sie negative Verhaltensweisen, denn nur bei den Verhaltensweisen, die Sie loben oder auf die Sie reagieren, wiederholt das Kind und Sie wollen ja gerne, dass Ihr Kind positives Verhalten wiederholt, stimmts?
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3. Struktur und Disziplin

  • Regeln werden vorgegeben: mit exakt formulierten Konsequenzen, falls Regeln nicht eingehalten werden (diese Regeln können Sie auch aufhängen, dass sie immer gesehen werden)
  • Keine langen Diskussionen! Ihr Kind sollte sich schon äußern können, wenn es Mißverständnisse gibt, aber die Regeln dürfen nicht verändert werden. Bitte vermeiden Sie das Wegdiskutieren der Konsequenzen!
  • Ihr Verhalten sollte gleichmäßig, ruhig, gelassen sein, denn das Kind  muss erkennen, was erwartet wird, was es für Konsequenzen gibt und wir stark Sie Ihr Ziel verfolgen.
  • tägliche Rituale: gleichmäßiger Ablauf bei alltäglichen Routinen, müssen eingehalten werden
  • Organisation im häuslichen Umfeld
  • Bitte geben Sie Ihrem Kind rechtzeitig (mindestens einen Tag vorher, denn was früh am Tag besprochen wurde, sollte auch für den Rest des Tages eingehalten werden) bescheid, wenn sich im Tagesablauf etwas ändert, denn ADS Kinder kommen schlecht mit plötzlichen Änderungen zurecht.
  • Immer im Vorraus planen!
  • in Konfliktsituationen schaffen Sie am besten eine räumliche Trennung
  • bei extrem negativen Verhaltensweisen geben Sie dem Kindeine  ‘Auszeit’: schicken Sie das Kind in einen anderen Raum, wo es sich abregen kann; erst nachdem es sich beruhigen konnte, reden Sie mit dem Kind darüber
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1. Information und Aufklärung über A D S

  • informieren, indem Sie sich zB: belesen oder beraten lassen, Sie sich selbst
  • klären Sie Bezugspersonen Ihres Kindes (Erzieher, Lehrer, …) auf
  • sprechen Sie mit Ihrem Kindes darüber

2.  Selbstwertgefühl

…Ihres Kindes aufbauen (ein gutes Selbstwertgefühl zu haben ist für die positive Entwicklung jedes Kindes wichtig)

  • Setzen Sie realistische Ziele, aber keine Wunder erwarten! Damit ihr Kind Erfolgserlebnisse haben kann, müssen Sie manchmal Ihre Erwartungen zurückschrauben.
  • Ermutigen Sie Ihr Kind, geben Sie Lob auch für kleinste Fortschritte, aber nur ernsthaft Gemeinte, das Kind merkt sofort, wenn etwas nicht echt ist
  • Entdecken Sie Fähigkeiten Ihres Kindes und fördern Sie diese.
  • Helfen Sie Ihrem Kind Freundschaften aufzubauen, beobachten Sie Ihr Kind im Spiel und im Umgang mit anderen Kindern. Erklären Sie ihm, welche Verhaltensweisen den anderen nicht behagen.
  • Suchen Sie in passenden Situationen den Kontakt zu Ihrem Kind (kurze Umarmungen, aufmunternde Worte, froher Blickkontakt, streicheln, Hände ergreifen, …) es zeigt ihm, dass Sie gern seine Nähe spüren und steigert so sein Selbstwertgefühl.
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Feb-19-09

Wie erkennen Sie AD(H)S?

posted by Christin

AD(H)S wird in zwei Typen unterteilt: ADS und ADHS.

Der Unterschied ist folgender:

ADHS: unaufmerksam, Hyperaktivität, Impulsivität

ADS:    unaufmerksam, verträumt, wirkt angepasst

Insgesamt gibt es folgende Auffälligkeiten:

  • sprunghaft
  • motorisch unruhig
  • unter Umständen aggressive Verhaltensweisen
  • geringe Frustrationstoleranz
  • Probleme in der Schule
  • geringe Gefahreneinschätzung
  • befolgt keine Regeln
  • impulsiv
  • Probleme mit anderen Kindern
  • unaufmerksam
  • überaktiv
  • lernt nicht aus falschen Verhalten
  • spezielle Schwierigkeiten beim Lernen
  • geringes Selbstbewusstsein

Bitte vergessen Sie aber nicht auch die positiven Eigenschaften eines AD(H)S-Kindes                                                                  (die Liste ist mindestens genauso lang):

  • kreativ
  • aufgeschlossen
  • lustig
  • hilfsbereit
  • tierlieb
  • flexibel
  • sensibel
  • ehrlich
  • interessiert
  • charmant
  • fürsorglich
  • fröhlich
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Feb-16-09

Entscheidungen treffen

posted by Christin

Während meiner Arbeit habe ich schon einige Kinder behandelt, die sich unter anderem schwer entscheiden können.

Kinder sollten schon früh lernen, Entscheidungen zu treffen um sich im Leben auch durchsetzen zu können und es gehört zum Erwachsenwerden dazu. Sonst kann es später dahin führen, dass das Kind Schwierigkeiten hat einen eigene Meinung zu bilden, sich schwer im Unterricht einbringen kann, es allen Recht machen will, eher still beobachtet.

Mein Rat an die Ergotherapeuten und den Eltern ist, mit dem Kind das Entscheiden zu trainieren. Einfach ist es für das Kind, wenn es dazu gewinnt und nichts verliert. Zum Beispiel, wenn Sie zwei Möglichkeiten zum Auswählen haben, dann fragen Sie nicht, welches von beiden das Kind machen möchte, sondern welches von beiden das Kind erst machen möchte und danach die zweite Möglichkeit immer noch gemacht werden kann. (z.B: Sie haben zwei Spiele Memory und Halli Galli, fragen Sie das Kind, welches es zuerst spielen möchte; oder Thema Zähneputzen, fragen Sie, ob es vor dem Gutenachtlied Zähneputzen möchte oder danach)

Auf keinen Fall sollten Sie das Kind im Falle einer Trennung der Eltern fragen, bei welchem Elternteil das Kind lieber bleiben möchte, das kann ein Kind noch nicht entscheiden, denn dadurch gerät es in Loyalitätskonflikt. Setzen Sie sich am besten zusammen und beraten, was am besten für das Kind ist. Gut wäre, wenn das Kind bei einer Trennung im gewohnten Umfeld bleibt.

Also, setzen Sie das Kind nicht unter Druck und Stress und auch nicht in Loyalitätskonflikte.

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Feb-14-09

Valentinstag!

posted by Christin

Ich wünsche Ihnen einen schönen Valentinstag,

genießen Sie die Zeit im Kreise Ihren Liebsten!

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Feb-12-09

Was tun gegen Nervosität?

posted by Christin

Ich habe schon oft beobachtet, dass viele Kinder während der Therapie die Fingerknochen knacken, an den Fingern ziehen,  an der Nase herumspielen. Ebenso haben mir auch schon einige Eltern berichtet, dass das Kind Fingernägel knaubelt. Diese Kinder sind, in der Situationen in der sie sich gerade befinden, nervös, wollen Stress oder Aggression abbauen. Also, was kann man da machen?

Beobachten Sie mal, wann das Kind solche Verhaltensweisen zeigt. Ist es während den Hausaufgaben, ist es wenn das Kind in größerer Menschenmasse steht oder ist es während einer sportlichen Aktivität. Viele Eltern erzählen mir, dass ihre Kinder oft vor dem Fernseher mit dem Fingernägel knaubeln anfangen…und warum?…Schauen Sie mal näher hin, was im Programm gerade läuft, häufig sind es Bilder, die sehr schnell über den Fernseher schießen, solche Bilder kann das Gehirn nicht so schnell verarbeiten und das Kind kommt dadurch in Stress.

Entweder reduzieren Sie das Fernsehprogramm (Vorschulkinder max. 30 min., 6-8jährige max. 1 Stunde, 9-10jährige max. 1 1/2 Stunden) oder Sie geben dem Kind etwas in die Hände. Super sind Knautschbälle oder Antistressbälle (z.B.: mit Sand oder Mehl gefüllt), mit denen die Kinder Stress und Nervosität abbauen können. Diese können natürlich auch während den Hausaufgaben  oder während dem Lernen eingesetzt werden.

Sie werden sehen, Ihr  Kind ist weniger nervös und wird weniger Nägel knaubeln.

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Feb-11-09

Positiv statt negativ bestärken

posted by Christin

Wie kann man Kinder, die z. B.:

- frustriert sind, wenn ihre Aufgabe nicht sofort gelingt und aufgeben wollen

- Probleme haben beim Einschlafen und immer wieder rufen und weinen

- negative Verhaltensweisen an den Tag legen

- bei den Hausaufgaben Schwierigkeiten haben

…motivieren?

Haben Sie sich schon dabei ertappt, wenn das Kind eine andere Richtung einschlägt, als, die wo sie hin wollen und Sie dann Strafen oder Verbote ausgesprochen haben, weil es dann nicht anders geht (z.B.: ‘Wenn du nicht aufisst, ist der Fernseher heute gestorben’ oder ‘Wenn du nicht endlich einschläfst und Ruhe ist, mach ich dir Tür zu’)?

Das nennt man ‘negativ verstärken’!

Oft haben Sie gemerkt, dass die ‘Drohungen’ eigentlich gar nicht gewirkt haben. Natürlich…das Kind ist dadurch nicht motivierter, eher eingeschüchterter, ängstlicher. Gehen Sie von sich aus. Wären Sie motivierter, wenn ihr Chef zu Ihnen sagen würde: ‘Wenn Sie mit der Arbeit nicht fertig werden, gibts Überstunden!’ ?

Versuchen Sie es also mit ‘postiven Bestärkungen’!

Das heisst in der Ergotherapie, dem Kind z.B. ein Spiel oder eine motorische Aktivität  zu versprechen, wenn er die Aufgabe gut erledigt hat. Die Eltern sollten ebenfalls eine Sicht auf etwas positives zu geben z.B. ‘Wenn du aufisst, bekommst du noch ein Nachtisch.’ oder ‘Wenn du jetzt schön einschläfst, dann darfst du dir morgen ein Spiel aussuchen.’ .Versuchen Sie also herrauszufinden, was ihr Kind gern hat, das muss nichts Großes sein, das reicht, wenn Sie wissen, was das Kind gern spielt, was es für Süßigkeiten bevorzugt, was es für sportliche Aktivitäten gern macht, … .

Und wenn Sie sich jetzt wieder in sich hinein versetzen, Sie würden doch auch viel motivierter arbeiten, wenn Ihr Chef Sie lobt und eine Prämie verspricht, wenn sie die Arbeit schaffen, oder?

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