Überkreuzbewegungen können tatsächlich Konzentartionsblockaden lösen!
Überkreuzbewegungen sind Bewegungen immer über die Körpermittellinie hinweg und dadurch fördern sie das Zusammenspiel linker und rechter Gehrinhälften. Stellen Sie sich vor Ihr Kind liest oder rechnet, dann nutzt es dabei die linke Gehirnhälfte. Wenn Ihr Kind musikalisch ist und/ oder Phantasie hat, wird die rechte Gehirnhälfte benutzt.
Um Gedächtnisleistungen und Konzentration aufzubauen und zu fördern, können Sie Übungen einsetzen, bei denen beide Gehirnhälften zusammenarbeiten.
Ich habe hier drei Übungen zusammengestellt, die ich auch bei meiner Arbeit in der Ergotherapie nutze. Ich nenne diese Überkreuzbewegungen “Indianertanz” (die Kinder sind dabei gleich viel motivierter, als, wenn sie hören - Überkreuzbewegungen…)
1. Übung: “Hand-Schulter-Häuptling”

- berühren Sie mit der rechten Hand, die linke Schulter und umgekehrt
- schauen Sie dabei immer mit den Augen der Hand hinterher
- wenn das gut klappt, gehen Sie pro Wechsel einen Schritt nach vorn
- das können Sie im Raum einmal hin und zurück machen
2. Übung “Schenkelklopfer”

- heben Sie das rechte Bein und klatschen Sie mit der linken Hand aufs rechte Bein und umgekehrt
- bleiben Sie auch hier wieder mit den Augen auf den Händen
- wenn das gut klappt, dann gehen sie vorwärts, einmal im Raum vor und zurück
3. Übung “Schuhplattler”

- das ist eine schwierige Übung für Kinder, weil es hinter dem Rücken ist, aber dennoch ein gutes Training
- heben Sie den den linken Fuß nach hinten-oben und klatschen Sie mit der rechten Hand auf den Fuß und umgekehrt
- gehen Sie nach jeden Wechsel einen Schritt vorwärts, wenn das gut klappt
Zeigen Sie zunächst den Kindern diese Übungen vor und üben Sie dann gemeinsam. Klappt es noch nicht so ganz, dann ist das nicht so schlimm, dann sind diese Übungen noch nicht automatisiert. Das wird aber viel besser, wenn Sie das oft wiederholen.
Wenn die Kinder das Überkreuzen noch nicht gleich schaffen, dann steigen Sie bei einfacheren Übungen ein, wie zB.: das einseitige Berühren der Schulter, des Schenkel oder den Fuß, hier ist nochmal ein Beispielbild:

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit den Übungen! Es macht Freude und es bewirkt auch noch viel!