Ergo Tipps

Tipps und Informationen rund um die Ergotherapie

Archive for Juli, 2010

Jul-27-10

11 Schritte zur Entspannung bei Kindern

posted by Christin


Während meiner Arbeit fragen mich oft Eltern, was sie tun können, um ihre aufgedrehten Kinder, teilweise sogar noch vor dem zu Bett gehen, besser herunterfahren zu können. Eine gute Methode sind Fantasiereisen bzw. Entspannungsgeschichten in Kombination auch mit Entspannungsmusik.

Ich empfehle die entspannenden Fantasiereisen von Dieter Krowatschek (dem Gründer des Marburger Konzentrationstraining) “Mit dem Zauberteppich unterwegs” oder die  märchenhaften Meditationen von Shanti Moore, zB.: “Die Elfenmeditation”.

Hier sind die 11 Schritte zur optimalen Entspannung fürs Kind:

1. Zunächst schaffen Sie einen Raum mit Wohlfühlatmosphäre, eventuell dimmen Sie das Licht und/ oder stellen ein paar Kerzen auf und nebenbei kann schon leise Entspannungsmusik ( lassen Sie diese während der Reise leise nebenbei laufen) laufen.

2. überlegen Sie, wo das Kind sich am besten entspannen kann:

  • zu Hause: auf dem Boden mit einer Matte, in einem Knautschkissen, im Bett
  • in der Praxis: auf eine Matte, in einer Hängeschaukel (aber vorsichtig: die Kinder neigen gleichzeitig dazu, sich darin bewegen zu wollen und können sich dann nicht wirklich auf die Entspannung einlassen)
  • das Marburger Konzentrationstraining schlägt vor, die Entspannung sitzend auf dem Stuhl zu machen (weil es so nicht die Möglichkeit bietet unruhig zu werden)

3. achten Sie selbst darauf, dass Sie nicht unbedingt gestresst sind, vielleicht können sie bei der Gelegenheit sich selbst etwas entspannen.

4. Versuchen Sie Ihre leicht herunterzufahren, so dass sie etwas tiefer und monotoner klingt.

5. Sprechen/ Lesen Sie langsam!

6. In guten Fantasiereisen sind alle Schritte vorgegeben, das heisst, eine Einführung (so dass das Kind bereit ist für die Fantasiereise) und sanfte Schritte um wieder aus der Reise auszusteigen.

7. Bieten Sie dem Kind an die Augen zu schließen. Kinder, die sehr unruhig sind, können das oft nicht, vor allem dann, wenn Sie die Reisen zum ersten mal machen. Sagen Sie ihm dann, wenn es ihm schwer fällt die Augen zu schließen, ruhig nochmal schauen kann und dann die Augen wieder zu schließen. Falls das immer noch nicht klappt, dann darf das Kind sich einen Punkt im Raum suchen, auf den es während der Reise schaut. Sie können aber auch leichte sandsäckchen auf die geschlossenen Augen legen.

8. Wenn das Kind motorisch unruhig ist, können Sie mit Gewichtsäckchen helfen, die Sie auf den Körper vom Kind verteilen (auf Arme und Beine vorallem; auf Bauch ist ungünstig, da es die Atmung beeinträchtigen kann), es sollte aber angenehm bleiben! Dadurch kann sich die Unruhe verringern und die Körperwahrnehmung fördern.

9. Lassen Sie während der Geschichte nach Abschnitten kleine Pausen, damit die Fantasie und Kraetivität fließen kann.

10. Nach der Beendigung der Reise lassen Sie die Musik noch etwas laufen und dann drehen Sie an der Lautstärke, so dass die Musik immer leiser wir, bis man nichts mehr hört. Dann kann das Kind langsam aufstehen.

11. Danach können Sie gerne mit dem Kind die Fantasiereise reflektieren:

  • “Wie war die Reise für dich?”
  • “Was hast du gesehen?”
  • “Wie gehts dir jetzt?”

So, nun, wünsche, ich Ihnen viel Spass beim Entspannen!

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Jul-11-10

Mit den Händen sprechen!

posted by Christin

Wollen Sie mit Ihrem Kind schon früh kommunikativ in Kontakt treten?

Kürzlich habe ich einen interessanten Beitrag gesehen, wie Babys und Kleinkinder mit den Eltern kommunizieren können, wenn die Sprache noch nicht ausgebildet ist. Dies nennt sich Gebärdensprache für Babys und Kleinkinder. Erst war ich hellhörig, weil ich dachte, Gebärdensprache ist für Kinder, die nicht sprechen KÖNNEN. Das Konzept hier ist aber ein ganz anderes, das ist für Kinder, die sprechen WOLLEN.

Schon früh in der kindlichen Entwicklung zeigt sich, dass Kinder sich mitteilen wollen. Das können Sie als Eltern beobachten, wenn das Kind mit Händen nonverbale Zeichen gibt, zB wenn es mit den Händen flattert um einen Vogel nachzuahmen. Das sind die ersten Anzeichen dafür, dass das Kind lernt die Umwelt zu greifen und zu begreifen. Diese nonverbalen Zeichen sollten genutzt werden um noch enger in den Kontakt mit dem Kind zu treten. Viele Eltern schenken dem keine Beachtung, weil sie diese Zeichen nicht für wichtig halten.

Sie, als Eltern, haben das bestimmt schon mal alle erlebt, ihr Baby quängelt und weint und Sie wissen nicht, was es haben möchte oder was es hat und sie sind ganz verzweifelt. Durch die Gebärdensprache allerdings lernen Sie beide, Sie und ihr Kind, mit Zeichensprache zu kommunizieren.

Ziele:

  • erleichternde Verständigung mit dem Baby, ind er Zeit, wo es noch nicht sprechen kann
  • Unterstützt Verständigen und Verstehen
  • Förderung intensiveren Kontakt von Eltern und Baby
  • Freude gemeinsamer Kommunikation
  • Kind kann sich nonverbal ausdrücken, was es sieht, hört, erlebt und fühlt
  • Förderung sprachlicher Entwicklung (wichtig: verzögert nicht die Sprachentwicklung)
  • Förderung grobmotorischen und feinmotorischen Fähigkeiten
  • Förderung der Gesamtkörperkoordination

Hier gibt es noch ein Video zu diesem Thema und Gründerin von BabySignal Wiebke Gericke:


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