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Archive for the ‘Demenz’ Category

Jan-15-10

Bitte zeichnen Sie eine Blume!

posted by Christin

Instruktion: “Bitte zeichnen Sie eine Blume!”

Interessantes habe ich bei Markus in seinem Blog entdeckt, er verweist auf eine Seite von einem Psychologen Dr. Kay Gau aus Rostock, die da heisst - Bitte zeichnen Sie eine Blume! Schon mal ein interessanter Name für einen Blog. Dort stellt Dr. Gau Bilder von Patienten, die die Aufgabe bekommen, eine Blume zu zeichen, zur Verfügung.

Je nach Erkrankungen und deren Folgen und Defizite (lt. Dr. Gau):

  1. kann die Sensorik und Motorik eingeschränkt sein
  2. Steuerung der Vitalfunktionen können betroffen sein
  3. Auftrteten von neuropsychologischen Defiziten zB.:
  • Störungen der Orientierung, des Gedächtnisses
  • Defizite in der Raumverarbeitung
  • zentrale Sehstörungen
  • Probleme im Planen und Problemlösen
  • bizarre und sehr komplexe Phänomene wie das Balint-Syndrom oder visuelle Reizerscheinungen

Um neuropsychologische Störungen zu erfassen, können verschiedene Diagnosemittel angewendet werden, aber auch die einfache Aufgabe, eine Blume zu zeichnen, kann viel Aufschluss geben.


Was meinen Sie, welches Krankheitsbild könnte hinter dieser Blume stecken?

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Dez-29-09

Mini-Mental-Status-Tetst

posted by Christin

Um kognitive Defizite festszustellen, entwiclelte Folstein in den 70er Jahren den Mini- Mental- Status- Test. Zur Diagnosestellung Demenz und Alzheimer dient dieser als meistverwendetster Test. Ich selbst wende diesen Test gerne in der Praxis an, dennoch sind auch ein paar Kritikpunkte zu beachten (s.u.).

Wie dieser Test durchgeführt wird, finden Sie hier auf der Seite von der Spezialambulanz für Gedächtnisstörung in Wien. Dies geschieht in Form eines Interviews und dauert ca. 3-10 min.

Abgetestet werden folgende Bereiche:

  • zeitliche Orintierung
  • räumliche Orientierung
  • Merk- und Erinnerungsfähigkeit
  • Aufmerksamkeit
  • Sprache und Sprachverständnis
  • Lesen
  • Schreiben
  • Zeichnen
  • Rechnen

Voraussezungen für die Durchführung:

  • störungsfreie Atmosphäre
  • sensorische Einschränkungen beheben: zB.: reduzierte Seh- o. Hörleistung mit Brille oder Hörgerät
  • Schmerzen können die Aufmerksamkeit beeinträchtigen
  • auch Scham, Scheu oder die Auseinandersetzung mit neu diagnostizierter Erkrankungen können das Ergebnis beeinflussen

Kritikpunkte:

  • sehr anfällig für Störeinflüsse
  • nur grobe Einschätzung kognitiver Defizite (bei kritischem Testergebnis weitere Abtestung und Überprüfung notwendig)
  • kein Instrument zur Früherkennung für Demenz
  • keine Unterscheidung möglich, ob Alzheimer-, vaskuläre oder frontale Demenz
  • auch parallele Erkrankungen, wie (Alters-)Depression, können den Test beeinflussen

positive Kritik:

  • neben den zuvor genannten Kritikpunkten, ist der MMST trotzdem ein effizientes Screeningsverfahren, wenn sich der Verdacht auf eine dementielle Erkrankung erhebt
  • außerdem lässt sich gut damit den Fortschritt der dementiellen Erkrankung beobachten und überprüfen
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