Ergo Tipps

Tipps und Informationen rund um die Ergotherapie

Archive for the ‘Pädiatrie’ Category

Feb-6-10

Afa-Alge statt Ritalin?

posted by Christin

Dass ADHS-Betroffene oft mit Ritalin behandelt, wissen wir ja schon. Allerdings hat sich eine vermeindliche Alternative aufgetan: die wildwachsende Afa-Alge (auch grüne Spanalge genannt).

In einem Interview von Barbara Simmonsohn habe ich erstmals davon gehört. Für sie ist die Afa-Alge die Alternative zu Ritalin, es soll auch hyperaktiven Kindern zur besseren Konzentration verhelfen, auch Demenzerkrankungen sollen damit behandelt werden können.

Die Alge wächst als Wasserblüte in Seen und Teichen und wird vorwiegend im Klamath See im Süden von Oregon geerntet. Tatsächlich ist das Nahrungergänzungsmittel reich an Enzymen und Vitaminen, enthält sogar fast soviel Gamma- Linolensäure wie Muttermilch, was die beste natürliche Quelle ist. Das kanadische Gesundheitsministerium empfielt dennoch die Alge als Nahrungsergänzungsmittel zu meiden, da einige Nebenwirkungen auftreten können, wie Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, Ikterus, Aphatie bis sogar Leberausfallkoma. Frau Simmonsohn schreibt aber in ihrem Buch: “Als Nebenwirkungen können Blähungen, Durchfall und Übelkeit auftreten. Dies ist ein Zeichen von der reinigenden Wirkung der AFA-Alge, der Königin der Wildpflanzen, die in ihrer Heilkraft der Muttermilch entspricht”.

Laut der Neuropädiaterin Dr. med. K. Stollhof hat Frau Simmonsohn  “nicht begriffen, was eine Alge ist, nämlich ein Zwischenstadium zwischen prokaryontem und eukaryontem Zustand. Und sie deutet die Anzeichen einer Hepatotoxizität als eine positive purgative Wirkung der AFA-Alge. Auch ist die Analogie zur Muttermilch weder vom biophysikalischen und vom biochemischen Standpunkt aus haltbar.”

Es gibt auch bisher keine Studie, die eine Wirksamkeit belegt.

Ich muss zugeben, zu Beginn war ich schon sehr interessiert, aber als ich mich näher informiert habe und von den Nebenwirkungen bzw über die nicht-wissenschaftlich belegte Wirkung gelesen habe, ist diese Alge vielleicht doch keine gute Alternative zu Ritalin. Dennoch dürfen wir nicht vergessen, dass auch Ritalin eine Reihe von Nebenwirkungen auftreten können, zb.: erhöhter Blutdruck, erhöhte Herzfrequenz, beschleunigte Atmung und erhöhte Körpertemperatur, außerdem gedämpftes Hungergefühl, Magenschmerzen, Gewichtsverlust, Wachstumsstörungen, Gesichtszuckungen, Muskelzuckungen, Schlaflosigkeit, Euphorie, Nervosität, Reizbarkeit, Erregung, psychotische Phasen, gewalttätiges Verhalten!!!, paranoide Wahnvorstellungen, Halluzinationen… und das sind nur ein paar von den vielen Nebenwirkungen, die Ritalin noch haben kann.

Also, wägen Sie genau ab, ob eine Medikation oder “Therapie” inform von der Afa-Alge in Frage kommt. Auf alle Fälle klären Sie ab, wie hoch der Intelligenzquotient Ihres Kindes ist. Oft sind ADHS Kinder hochintelligent und müssen gut gefördert werden, wenn Sie Glück haben, hilft oder unterstützt der Lehrer das Kindes auch. Erkennen Sie Talente des Kindes, so dass es in diesem Bereich gefördert werden und sich entfalten kann. Entfalten kann sich ein Kind auch ohne Medikamente besonders gut, da sie sehr kreativ sind und nach Herausforderungen suchen. Mit Medikament sind die Kinder oft eingeschränkt in Ihrem Tun und Entfalten. Lassen Sie auch abtesten, ob das Kind allergisch auf ein Nahrungsmittel reagiert, denn das könnte auch ursächlich für Hyperaktivität sein.

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Nov-10-09

Stilleübungen für Kinder

posted by Christin

Erleben Sie Kinder während Ihrer Arbeit bzw. Ihre eigenen Kinder zu Hause, die sehr ruhelos, motorisch unruhig sind und gar nicht mehr aufhören wollen mit dem Reden? Und Sie wollen sich und Ihrem Kind mal Ruhe und Entspannung, die oft im hektischen Alltag einen tollen Ausgleich geben,  gönnen?

Hier habe ich für Sie die besten Stilleübungen zusammengestellt:

Klangschale

Durch ihren besonderen Klang, kann das sehr faszinierend für Kinder, auch für Erwachsene, sein, so dass man automatisch still den Klängen lauscht. Achten Sie nur darauf, dass die Töne nicht zu hoch klingen, da das Nervosität, Unruhe, sogar Aggression, bewirken kann. Die Klangschale kann man gut als Einstieg und auch nicht zu lang verwenden. Den Kindern können Sie vorschlagen, Statuen, die still sind und sich nicht bewegen, sein sollen.

Mandala

Mandalas sind Bilder, die sich symmetrisch aus der Mitte heraus anordnen und durch einen Kreis geschlossen werden. Bei Stilleübungen wird von außen nach innen gemalt, dies bewirkt eine innere Beruhigung. Von der Mitte aus nach außen sollte man bei Stilleübungen nicht malen, da das aktivierend wirkt bzw. können Sie das jemand anbieten, wer sich gerne öffnen will. Untermalen können Sie das mit Entspannungsmusik. Weiterhin fördert das auch Konzentration und Feinmotorik.

Rückengeschichten

Die bekannteste Geschichte ist die vom “Pizza backen”. Dabei liegt das Kind auf dem Bauch auf einer Matte oder Decke. Sie erzählen mit ruhiger Stimme vom Pizza backen: zuerst wird der Teig geknetet (mit beiden Händen über den Rücken des Kindes kneten), dann wird der Teig ausgerollt (mit beiden Händen eine Faust machen und über den Rücken rollen), die Pizza belegen (dabi auf dem Rücken klopfen oder mit Sandsäckchen belegen), mit Käse bestreuen (über den Rücken leicht mit den Fingern wandern/ tippen), in den Ofen schieben und backen (leicht an die Körperseite des Kindes fassen und leicht schütteln), Pizza durchschneiden (mit flacher Hand über den Rücken fahren), … hierbei ist ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt, Sie können das gerne auch ausbauen oder sich andere Geschichten überlegen, zB.: Brötchen backen und belegen, Zoobesuch.

Fantasiereisen

Kinder denken noch viel mehr in Bildern als wir Erwachsene. Da Kinder eine ausgeprägte Fantasie haben, sollten Sie diese anregen, auch im Zusammenhang mit Entspannung. Ich selber habe gute Erfahrungen mit den Fantasiereisen von Else Müller, zB.: “Auf der Silberlichtstraße des Mondes”,  gemacht. Achten Sie darauf, dass sie eine schöne Atmosphäre schaffen und beim Vorlesen der Geschichten langsam lesen, ruhig mit der Stimme etwas herunter gehen und Pausen zwischendurch machen, damit das Kind die Fantasie ausbauen und beleben kann.

Zwingen Sie nicht die Kinder zu diesen Übungen, möchte ein Kind nicht mit machen, geben Sie ihm die Möglichkeit sich im selben Raum, falls Sie die Übungen mit mehreren Kindern durchführen, zB.: mit einem Buch in eine Ecke zurückzuziehen, eventuell kommt das Kind ja dann doch noch dazu. Geben Sie unruhigen Kindern, etwas zum Knautschen oder zum Drücken (wie Sandball, Knete, kleines Kuscheltier) während den Übungen in die Hände, damit sie da hinein die innere Unruhe abgeben oder abbauen können.

In einem der nächsten Beiträge berichte ich darüber, wie sich Stilleübungen auf die Breiche (wie kognitiv, sozial, emotional und motorisch) der Kinder auswirken kann.

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Apr-26-09

Was tun bei negativen Verhaltensweisen?

posted by Christin

Gestern habe ich mich mit einer Mama unterhalten, deren Tochter gerade in den Kindergarten gekommen ist. Die Mama selber hat auch wieder mit der Arbeit angefangen. Das heißt Kind ist bis um drei im Kiga, Mama bis um drei arbeiten, Mama holt Kind ab und muss zu Hause noch den Haushalt schmeißen, Kind muss sich erstmal allein beschäftigen, was vor der Kiga-Zeit noch anders war. Wie das allerdings oft so ist, hat sich Kind Schimpfwörter angewöhnt und Ausdrücke, zB.: “Mama ist doof” und wenn Mama schimpft, lächelt Kind, schimpft dadurch Mama noch mehr, lacht Kind noch mehr. Mama ist ganz verzweifelt und weiß eigentlich gar nicht mehr, was sie machen soll.

Ich denke, bei den Ausdrücken, die sie vielleicht aus dem Kiga kennt, weiß sie gar nicht, was das bedeutet, aber sie merkt, dass sich darüber Mama ärgert. Und das ist der Punkt: da sie weniger Aufmerksamkeit bekommt, als sonst und Mama reagiert, wenn sie, sie ärgert. Und immer, wenn Kind ihr (negatives) Verhalten wiederholt, reagiert Mama noch mehr darauf, in dem sie ihrem Kind nochmehr Aufmerksamkeit gibt. Das ist ja das, was Kind möchte. Würde sie lieb in ihrem Zimmer spielen, könnte Mama sich auf ihren Haushalt konzentrieren, hätte aber weniger Zeit für ihr Kind und könnte ihr weniger Aufmerksamkeit geben.

Kinder wiederholen die Verhaltensweisen mehr, für die sie mehr Aufmerksamkeit bekommen. Was meinen Sie, welches Verhalten wird wiederholt? Wenn sich das Kind negativ verhält und Mama schreit und schimpft oder wenn das Kind etwas toll macht und Mama ihr weniger Aufmerksamkeit schenkt.

Versuchen Sie doch mal, wenn ihr Kind ein gewünschtes Verhalten zeigt, zB.: sich selbst beschäftigt bzw. in Ruhe im Zimmer spielt, schenken Sie ihrem Kind Aufmerksamkeit, indem Sie, und wenn es nur eine viertel halbe Stunde ist,  sich mit dazu setzen mit spielen, loben, dass das so toll klappt. Allerdings, wenn Ihr Kind Schimpfwörter benutzt, wo Sie genau merken, jetzt will es erstmal austesten, wie Sie reagieren. Gehen Sie nicht verstärkt darauf ein, sondern sagen Sie beherzt “Nein! So nicht!” und dann ignorieren Sie weiteres negatives Verhalten. Später dann, sprechen Sie nochmal mit Ihrem Kind darüber, ob es überhaupt die Ausdrücke versteht. Die kurze, beherzte Ansage gilt natürlich nicht nur für Schimpfwörter, sondern auch für Verahltensweisen, die Sie als negativ empfinden, zB.: hauen, Aggressionen zeigen, schreien, … Dafür verstärken und loben Sie umsomehr Positives.

Ich würde mich freuen, wenn Sie einfach mitkommentieren, welche Erfahrungen Sie gemacht haben.

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Apr-20-09

Entspannungsmusik bei AD(H)S

posted by Christin

So können Sie entspannen mit oder ohne AD(H)S:

Da AD(H)Sler oft:

  • angespannt
  • motorisch unruhig
  • mit den Gedanken oft wo anders sind
  • immer auf Achse

sind, können Entspannungstechniken dabei helfen:

  • zu entspannen
  • sich auf sich zu konzentrieren
  • “einen Gang herunterzuschalten”
  • durchzuatmen.

Eine Entspannungstechnik könnte Entspannungsmusik, die ich auch innerhalb der Ergotherapie einsetze,  sein.  Im Internet habe ich Musik gefunden, die für AD(H)Sler geeignet sind, auch bei Legasthenie und anderen Lernschwierigkeiten. Die Entspannungsmusik nennt sich Lightfall.

Ebenfalls können Binaural Beats als Meditationsmusik bei Stress hilfreich sein.

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Apr-13-09

Tipps für Erwachsene mit AD(H)S

posted by Christin

50 Tipps für Erwachsene mit ADS.

Auch Erwachsene können vom AD(H)S betroffen sein. Da AD(H)S nicht heilbar ist, bleibt dies ja bis in das Erwachsenenalter hinein erhalten. Vorteilhaft ist es natürlich, wenn die Symptome im Kindesalter schon erkannt werden und eine Diagnose gestellt werden kann und danach u.a. eine Therapie gemacht werden kann, die fördert und stärkt.

Durch meine Recherchen bei ergotipps  konnte im Internet  bei ADSlern im Erwachsenenalter lesen, zB. bei Katja, die erst im Erwachsenenalter festgestellt hat, sie hat ADS.  Schon im Kindesalter sei sie verträumt gewesen, hatte schlechte Noten, gab Hobbys schnell auf. Sie ist heute noch wütend, warum das alles nicht schon eher erkannt worden ist. Aber sie schöpft jetzt daraus neue Hoffnung und setzt sich mit ihrer Webseite engagiert ein.

Für ergotipps habe ich darum 50 Tipps ausfindig machen können, die ADSlern im Erwachsenenalter helfen könnten.

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Apr-2-09

Verweigerungen - was tun?

posted by Christin

Von Frustration, Aufgeben bis Verweigern.

Kennen Sie das, wenns zu schwierig wird, verweigert sich Ihr Kind zu Hause oder in der Ergotherapie? Sobald Ihr Kind erkennt oder merkt, die Aufgabe wird zu schwierig, die Möglichkeit könnte bestehen, dass Ihr Kind verliert bei einem Spiel, ist es erstmal frustriert, dann gibt es womöglich auf und als nächstes, wenns ganz schlimm wird, verweigert es - dann kommt man gar nicht mehr ans Kind heran. Das schreibt auch die ChaosMama, deren Tochter sich regelmäßig in der Therapie verweigert und viel schreit. Jedoch hat man in dem Moment schon verloren. Beobachten Sie, warum es verweigert, was ist eventuell vorher passiert, verweigert es immer in gleichen Situationen oder verweigert das Kind immer und überall?  Ich habe mal die Kinder während der Ergotherapie beobachtet, was mit ihnen passiert, wenn sie in den unterschiedlichen Gefühlen stecken:

  1. frustriert: das Kind verzieht Mund und Augen, fängt an zu nörgeln, versucht das Spiel abzubrechen, indem es sagt, dass es keine Lust mehr hat, langweilig ist (wie die Tochter von ChaosMama), wägt hier noch innerlich ab, ob es weitermacht oder abbricht
  2. gibt auf: es hat sich entschieden abbzubrechen, aufzuhören mit der Aufgabe, verschränkt die Arme vor dem Körper, setzt sich zurück, streikt, schaut an einem vorbei, schüttelt den Kopf, steht kurz vor dem Weinen oder weint schon
  3. verweigert: in dieser Phase erreicht man beim Kind nichts mehr, entweder sitzt das Kind einem apatisch gegenüber oder es schreit, weint und wird alles beneinen, beim Kind kommt nichts mehr an, was man sagt

Verweigert das Kind, dann lassen Sie am besten das Kind in Ruhe und wenn es sich beruhigt hat, sprechen Sie mit ihm darüber.

Es kann sein, dass sich das Kind wenig zutraut, ein vermindertes Selbstwertgefühl hat, Angst hat, etwas falsch zu machen, …

Das hilft in meiner Arbeit:

Während meiner Arbeit als Ergotherapeutin hat mir geholfen mich mit dem Kind schon vorher zu besprechen (immer wieder zu Beginn von der Therapieeinheit) und das nur theoretisch. Hier bei ergotipps bekommen Sie die Fragen, die ich den Kindern stelle :

  1. Was passiert, wenn du heute gewinnst? Wie, meinst du, wirst du darauf reagieren?
  2. Was passiert, wenn es Gleichstand steht? Wie wirst du darauf reagieren?
  3. Was passiert, wenn du verlierst? Wie wirst du darauf reagieren? Hier hat zu Beginn das Kind gesagt, dann hört er auf und findet das ganz schlimm, wenn er verliert; an dieser Stelle bespreche ich mit ihm theoretisch, dass wenn, man verliert, nicht schlimm ist, dann kann man beim nächsten mal versuchen, dass man selbst gewinnt, ..

Zuerst hab ich mit der Variante begonnen, dass das Kind gewinnt, hat das, nach Wiederholungen gut geklappt, gehe ich einen Schritt weiter und regel die Spielsituation so, dass es Gleichstand steht, das wird so lang wiederholt, bis es das gut akzeptieren kann. Erst dann, nachdem besprochen worden ist, was passiert, wenn man verliert und das Kind antwortet, dass das nicht schlimm ist und es sich für den anderen freut, kann man zum nächsten Schritt übergehen, dass das Kind verliert. Allerdings dauert dies insgesamt lange, aber es hat bisher immer geholfen.

Auf alle Fälle bestärken Sie immer positiv, loben Sie Ihr Kind!

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Apr-1-09

Körperschema

posted by Christin

Schlanksein wollen schon im Kindesalter.

Kürzlich habe ich einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem es um Kinder in unserer Zeit ging. Ein Ausschnitt wurde dem Körperschema gewidmet, in denen die Kinder sich körperlich einschätzen sollten, wie sie sich sehen. Traurigerweise zeigte sich, dass 7 jährige Mädchen mehr dem Schlankheitswahn entsprechen wollen, als die Jungs. Wird jetzt der Schlankheitswahn schon auf die Kinder übertragen?

Hier habe ich ein paar Übungen für Sie zusammengestellt, mit denen Sie das Körperschema fördern uns stabilisieren können:

  • Körperteile benennen lassen
  • Körper spiegeln: Kinder stellen sich gegenüber, ein Kind posiert und der andere stellt die gleiche Pose nach ( wenn das Kind alleine ist, kann es dies auch an einer Puppe zeigen)
  • berührte Körperteile benennen
  • Körperteile berühren die, zB. unter einer Decke, oder im Bällebad sind, das Kind benennt diese
  • Pezziball oder Igelball über den Körper rollen und das Kind benennt die Körperteile, wo Sie sich gerade mit dem Ball befinden
  • Gegenstände, zB. Fühl- oder Gewichtsäckchen, auf den Körper legen, wieder benennen lassen
  • Rücken an Rücken sich hochbewegen
  • Luftballon zwischen Stirn balancieren
  • Rückengeschichten
  • Druck auf Gelenke ausüben
  • Körperbild in Lebensgröße malen (mit Spiegel  arbeiten)
  • Körperteile reiben, bis sie warm sind

Hier sehen Sie den Ausschnitt aus der Sendung:

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Mrz-31-09

Wussten Sie schon…

posted by Christin

Das Körperbewusstsein

Das Körperbewusstsein unterteilt man in drei Abschnitte:

  1. Körperimago/ -bild: alle Empfindungen, die sich auf den Körper beziehen (wie der Körper sich anfühlt), ausserdem wird es stark vom psychischen Charakter beeinflusst
  2. Körperschema: ist, so zu sagen, die innere Karte bzw. das innere Koordinatensystem des Körpers, ist die Voraussetzung für die Bewegungsplanung
  3. Körperbegriff: sind die Kenntnisse des Körpers: sind die Körperteile und deren Funktion bekannt
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Mrz-30-09

AD(H)S - Ausrede oder Erklärung?

posted by Christin

Was ist es nun - eine Erklärung oder eine Ausrede?

Durch meine Arbeit habe ich schon viele Erklärungsversuche gehört, oder waren es doch Ausreden? Zuerstmal muss ich sagen, AD(H)S zu haben, ist keine Ausrede. Es ist, so zu sagen, eine Eigenart, wie es Jac schreibt, so wie, andere Charaktereigenschaften zu einem gehören, Eigenschaften, die man nicht ablegen kann, weil sie zu einem gehören; verändern kann man sie nicht, oder haben Sie schon mal versucht einen Menschen zu ändern? Wenn dann geht das doch nach hinten los, sollte man nicht machen, man sollte die Menschen so akzeptieren, wie sie sind … auch, wenn sie AD(H)S haben, denn für diese Menschen ist das eine Charaktereigenschaft, die man also nicht ändern kann.

Manchmal höre ich auch “der kann das nicht, der hat ja AD(H)S”, so schreibt auch Engelbert, oder “wenn der will kann der schon” - falsch - ich würde sagen, “wenn er könnte, wöllte er schon!”. Es ist also auch keine Erziehungsfrage, Betroffene können nicht immer so, wie sie gerne wollen. Sie werden im Laufe des Lebens lernen, sich damit zu arrangieren und damit umzugehen, vor allem lernen sie, wie sie ihre Fähigkeiten (kreativ, suchen nach Herausforderungen, Ideereichtum, …) produktiv umsetzen können.

Also, bitte versuchen Sie sich mit ihrer “Eigenart” zu arrangieren und keine Ausrede daraus zu machen, wenden Sie Ihre Fähigkeiten an, aber Ihre Erklärung sollte auch nicht so aussehen “der hat ADS - ist eben so, er kann auch nichts dafür, können wir nichts machen”, doch, Sie können sich informieren, Sie können die Stärken herausfinden und Sie sich oder Ihr Kind darin zu unterstützen und zu fördern.

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Mrz-29-09

Sylvie Caputo - eine Frau mit ADS

posted by Christin

Erwachsenen - ADS

Heute habe ich in einem interessanten ADS-Blog gelesen, wie eine Frau, Sylvie Caputo (43), mit ADS umgeht, wie sie sich in Verbindung mit Dorie (Findet Nemo) bringt, wie sie den Alltag meistert (mit zwei Kindern), warum sie kämpft, um einen Platz in der realen und virtuellen Welt zu finden, wieso sie schon mit Anfang 20 dachte, sie leide an Alzheimer, warum ADS keine Ausrede ist, sondern eine Erklärung, …

Toll ist, wie sie sich mit ihrer Problematik auseinandersetzt und andere Betroffene daran teilhaben lässt. Wie viele ADSler, ist sie sehr kreativ. Sie schreibt u. a. Gedichte und fotografiert (sie schreibt in ihrem Blog, dass sie sehr vergesslich sei und deswegen die Dinge fotografisch festhalten möchte). So nutzt sie ihre Stärken und Fähigkeiten, um eben in der realen Welt einen Platz zu finden.

Viel Spass beim Weiterlesen!

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