Ergo Tipps

Tipps und Informationen rund um die Ergotherapie

Archive for the ‘Pädiatrie’ Category

Apr-1-09

Körperschema

posted by Christin

Kürzlich habe ich einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem es um Kinder in unserer Zeit ging. Ein Ausschnitt wurde dem Körperschema gewidmet, in denen die Kinder sich körperlich einschätzen sollten, wie sie sich sehen. Traurigerweise zeigte sich, dass 7 jährige Mädchen mehr dem Schlankheitswahn entsprechen wollen, als die Jungs. Wird jetzt der Schlankheitswahn schon auf die Kinder übertragen?

Hier habe ich ein paar Übungen für Sie zusammengestellt, mit denen Sie das Körperschema fördern uns stabilisieren können:

  • Körperteile benennen lassen
  • Körper spiegeln: Kinder stellen sich gegenüber, ein Kind posiert und der andere stellt die gleiche Pose nach ( wenn das Kind alleine ist, kann es dies auch an einer Puppe zeigen)
  • berührte Körperteile benennen
  • Körperteile berühren die, zB. unter einer Decke, oder im Bällebad sind, das Kind benennt diese
  • Pezziball oder Igelball über den Körper rollen und das Kind benennt die Körperteile, wo Sie sich gerade mit dem Ball befinden
  • Gegenstände, zB. Fühl- oder Gewichtsäckchen, auf den Körper legen, wieder benennen lassen
  • Rücken an Rücken sich hochbewegen
  • Luftballon zwischen Stirn balancieren
  • Rückengeschichten
  • Druck auf Gelenke ausüben
  • Körperbild in Lebensgröße malen (mit Spiegel  arbeiten)
  • Körperteile reiben, bis sie warm sind

Hier sehen Sie den Ausschnitt aus der Sendung:

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Mrz-31-09

Wussten Sie schon…

posted by Christin

Das Körperbewusstsein unterteilt man in drei Abschnitte:

  1. Körperimago/ -bild: alle Empfindungen, die sich auf den Körper beziehen (wie der Körper sich anfühlt), ausserdem wird es stark vom psychischen Charakter beeinflusst
  2. Körperschema: ist, so zu sagen, die innere Karte bzw. das innere Koordinatensystem des Körpers, ist die Voraussetzung für die Bewegungsplanung
  3. Körperbegriff: sind die Kenntnisse des Körpers: sind die Körperteile und deren Funktion bekannt
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Mrz-30-09

AD(H)S - Ausrede oder Erklärung?

posted by Christin

Durch meine Arbeit habe ich schon viele Erklärungsversuche gehört, oder waren es doch Ausreden? Zuerstmal muss ich sagen, AD(H)S zu haben, ist keine Ausrede. Es ist, so zu sagen, eine Eigenart, wie es Jac schreibt, so wie, andere Charaktereigenschaften zu einem gehören, Eigenschaften, die man nicht ablegen kann, weil sie zu einem gehören; verändern kann man sie nicht, oder haben Sie schon mal versucht einen Menschen zu ändern? Wenn dann geht das doch nach hinten los, sollte man nicht machen, man sollte die Menschen so akzeptieren, wie sie sind … auch, wenn sie AD(H)S haben, denn für diese Menschen ist das eine Charaktereigenschaft, die man also nicht ändern kann.

Manchmal höre ich auch “der kann das nicht, der hat ja AD(H)S”, so schreibt auch Engelbert, oder “wenn der will kann der schon” - falsch - ich würde sagen, “wenn er könnte, wöllte er schon!”. Es ist also auch keine Erziehungsfrage, Betroffene können nicht immer so, wie sie gerne wollen. Sie werden im Laufe des Lebens lernen, sich damit zu arrangieren und damit umzugehen, vor allem lernen sie, wie sie ihre Fähigkeiten (kreativ, suchen nach Herausforderungen, Ideereichtum, …) produktiv umsetzen können.

Also, bitte versuchen Sie sich mit ihrer “Eigenart” zu arrangieren und keine Ausrede daraus zu machen, wenden Sie Ihre Fähigkeiten an, aber Ihre Erklärung sollte auch nicht so aussehen “der hat ADS - ist eben so, er kann auch nichts dafür, können wir nichts machen”, doch, Sie können sich informieren, Sie können die Stärken herausfinden und Sie sich oder Ihr Kind darin zu unterstützen und zu fördern.

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Mrz-29-09

Sylvie Caputo - eine Frau mit ADS

posted by Christin

Erwachsenen - ADS

Heute habe ich in einem interessanten ADS-Blog gelesen, wie eine Frau, Sylvie Caputo (43), mit ADS umgeht, wie sie sich in Verbindung mit Dorie (Findet Nemo) bringt, wie sie den Alltag meistert (mit zwei Kindern), warum sie kämpft, um einen Platz in der realen und virtuellen Welt zu finden, wieso sie schon mit Anfang 20 dachte, sie leide an Alzheimer, warum ADS keine Ausrede ist, sondern eine Erklärung, …

Toll ist, wie sie sich mit ihrer Problematik auseinandersetzt und andere Betroffene daran teilhaben lässt. Wie viele ADSler, ist sie sehr kreativ. Sie schreibt u. a. Gedichte und fotografiert (sie schreibt in ihrem Blog, dass sie sehr vergesslich sei und deswegen die Dinge fotografisch festhalten möchte). So nutzt sie ihre Stärken und Fähigkeiten, um eben in der realen Welt einen Platz zu finden.

Viel Spass beim Weiterlesen!

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Mrz-22-09

AD(H)S oder unerzogen?!

posted by Christin

Ist AD(H)S eben AD(H)S oder sind die Kinder einfach nur unerzogen?

Je mehr über die Krankheit gesprochen wird, desto mehr glauben viele, die sich eigentlich mit AD(H)S noch nicht auseinandergesetzt haben, dass die Kinder einfach nur ungezogen sind. Ebenso höre ich Kritiker, das sei doch nur eine Modekrankheit, das hats früher nicht gegeben - stimmt nicht…das hats früher schon gegeben, nur es gab andere Fachausdrücke dafür, wie frühkindliche Hirnschädigung oder Hyperkinetisches Syndrom. Denken Sie doch bitte mal den “Struwelpeter” - dieses Buch erschien 1845 und geschrieben hat es ein Nervenarzt Heinrich Hoffmann, schon er hat sich damals mit der Krankheit auseinander gesetzt, aber erst 1987 bekam die Krankheit seine noch heute gültige medizinische Bedeutung AD(H)S. Kennen Sie noch das Buch vom “Struwelpeter”? In dem Buch wird der  Zappelphillip, der damals das Bild vom heutigen ADHS-Typ zeigt, und Hans-Guck-In-Die-Luft, der damals das Bild vom ADS-Typ zeigt, literarisch dargestellt.

Also, wäre das eine schon mal geklärt: AD(H)S, nur mit anderen Fachausdrücken, gab es schon im 19. Jahrhundert.

Wie sieht es aus mit: das Kind ist unerzogen!:

Zuerstmal muss geklärt werden, ob bei einem Kind diese Krankheit umfangreich getestet und diagnostiziert worden ist. Wenn nicht, kann man nicht einfach sagen, das Kind hat AD(H)S, nur weil es sehr quirlig und aufgedreht ist. Kinder mit der Diagnose mussten sich einem langen Test unterziehen, der über Stunden dauert. Es werden Intelligenztests, Kontentrationstests, Motoriktests, auch körperliche Tests durchgeführt. Selbst, wenn ein Arzt sagt, das Kind hat AD(H)S und hat das Kind nur 5 Minuten gesehen, ist die Diagnosestellung nicht richtig. Man kann es nur vermuten, aber Aufschluss gibt nur der lange Test, zB. beim Kinderpsychologen oder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Und bitte, liebe Eltern, nicht denken, mein Kind ist doch nicht krank, aber Sie wollen doch auch Gewissheit haben, oder?

Hier möchte ich Ihnen noch die neuesten Forschungsergebnisse mitteilen:

Früher wurde die perinatale Hirnschädigung Sauerstoffmangel bei der Geburt des Kindes verantwortlich gemacht, dies ist jedoch nur relativ selten die Ursache. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen sollen heute genetisch bedingt sein, oft ist im Verwandten- oder Familienkreis auch jemand betroffen. Festgestellt wurde, dass es Veränderungen im Gehirnstoffwechsel gibt. Die Überträgerstoffe, wie Dopamin, wirken nicht optimal. Die Funktionsstörung kommen in dem Abschnitt des Gehirns vor, die für Aufnahme und Verarbeitung von Informationen und Sinneseindrücken (wie Aufmerksamkeit, Konzentration und Wahrnehmung) verantwortlich sind, zeigt die moderne Untersuchungstechnik Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Damit wurde auch festgestellt, dass diese Hirnareale wenige Sauerstoff und Glukose verbrauchen als bei Gesunden. Weiterhin stellten Forscher fest, dass der Hirnvorderlappen bei Betroffenen verkleinert ist.

Dies nun zur Medizin, also werden Sie feststellen, dass das keine Modeerkrankung ist, sondern wirklich bei Betroffenen eine neurologische Ursache hat. Allerdings muss das natürlich untesrucht werden. Zu schnell oder voreilig eine Diagnose geben, denn es kommt auch vor, dass ein Kind einfach unruhig und sehr aktiv ist, aber kein ADHS hat. Einige werden dann sagen, das Kind hat doch ADHS, andere werden sagen, das Kind ist ungezogen.

Entscheiden Sie also selbst, wenn Sie das nächste mal einem Kind begegnen, das sehr aufgeweckt ist: möglicherweise ist es nur aufgeweckt, möglicherweise hat es das AD(H)S. Und wenn es eins von beiden ist, dann denken Sie nochmal über meinen Artikel nach, bevor Sie eventuell vourteilige Schlüsse ziehen.

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Mrz-21-09

Fingernägelkauen

posted by Christin

Was kann man tun gegen Fingernägelkauen?

Warum werden eigentlich Fingernägel gekaut?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:

  • Langeweile
  • Stress
  • Nervositäton
  • bei Kindern kann auch häufig vorkommen, dass die Eltern im Stress sind und sich das aufs Kind überträgt

Was kann man tun?

Zuerst suchen Sie nach der Ursache, welches von den oben genannten Möglichkeiten könnte denn dahinter stecken. Vor allem, beobachten Sie in welchen Situationen die Fingernägel gekaut werden. Ist es die Langeweile, dann werden Sie aktiv, gehen Sie Ihrem Hobby nach, unternehmen Sie etwas; wenn es das Kind betrifft, beschäftigen Sie sich mit dem Kind, so dass es gar nicht die Gelegenheit hat zu kauen. Ist es Stress und Nervosität, versuchen Sie den Stress, den Sie oder das Kind haben/ hat, zu reduizieren. Hilfreich sind Entspannungsübungen, wie Fantasiereisen oder Yoga, auch sind Knautsch- oder Knetbälle sehr effektiv. Sie haben sicher auch schon davon gehört oder gelesen, dass es ein Mittel in der Apotheke gibt, das man auf die Fingernägel streicht und einen bitteren Geschmack hat, was das Kauen vermindern soll. Ich halte nicht viel davon, da das nur die Symptome bekämpft, wenn überhaupt, und nicht an der Ursache gearbeitet wird.

Fazit!

Beobachten Sie, wo liegt die Ursache und dann wissen Sie, was Sie dagegen tun können.

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Mrz-10-09

Ergotherapie und/ oder Medikamente?

posted by Christin

Ergotherapie oder Medikament?

Kindern, bei denen AD(H)S diagnostiziert worden ist, werden  immer öfter empfohlen Medikamente (zB.: Medikinet, Concerta, Ritalin, …) einzunehmen. Oft gehen diese Kinder schon in die Ergotherapie. Leider kommt es häufig vor, dass auch den Eltern mitgeteilt wird, das dann die Ergotherapie nicht mehr sinnvoll sei. Ich sehe das anders! Das Medikament kann schon helfen, dass das Kind ruhiger wird, fähig ist in der Schule konzentrierter zu arbeiten und nicht den Anschluss verlieren, das schreibt auch Sylvie über ihre Tochter, die sich dadurch stark verbessert hat.

Dennoch, an der Ursache wird damit nicht gearbeitet. Wenn Sie sich für das Medikament entscheiden, dann setzen Sie auch die Ergotherapie fort! Denn die Ursachen lösen sich durch das Medikament nicht auf einmal auf! Im Vordergrund steht die Ergotherapie, das Medikament ist ein zusätzliche Therapie, die allein nicht effektiv genug ist.

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Mrz-9-09

Warum spielen wir in der Ergotherapie?

posted by Christin

Viele Eltern fragen sich warum in der Ergotherapie gespielt wird, oder? Spielen kann man ja auch zu Hause, da muss ich doch nicht mein Kind extra zur Ergotherapie schicken, denken manche. Ich möchte Ihnen gerne erklären, warum wir vor allem in der Pädiatrie, also, in der Arbeit mit Kindern, gerne Spiele als therapeutisches Mittel einsetzen.

Sie haben doch sicher schon erlebt, dass Ihr Kind oft sehr unmotiviert während den Hausaufgaben ist, dazu kommt vielleicht noch eine Lern-  oder Konzentrationsschwäche. Motivierter werden sie durch Spiele, die dann noch gezielt auf das Kind abgestimmt werden. In der Therapie wird befundet, wo die Schwächen und Ursachen bei dem Kind liegen.

Hat zB. das Kind eine Rechenschwäche, somit wird ein Spiel benutzt, bei dem der Schwerpunkt auf rechnen liegt, damit das Kind motivierter, ohne Blockade, an ihre Schwäche geht.

Das fördern Spiele:

  • Konzentration
  • Frustrationstoleranz
  • Regeln einhalten
  • je nach Spiel: Förderung von Merkfähigkeit, Zahlen- und Mengenverständnis, Lesen und Verstehen, Reaktionsvermögen
  • Ausdauer und Aufmerksamkeit

Versuchen Sie schwierige Aufgaben in ein Spiel zu verpacken, denn dann ist das Kind motivierter und konzentrierter und wird sogar mit Freude an die Aufgabe gehen. Wie man eine schwierige Aufgaben in ein Spiel verpackt, schreibe ich Ihnen in einen meinen nächsten Beiträge.

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Mrz-3-09

Der AD(H)S-Test für Eltern

posted by Christin

Vermuten Sie bei Ihrem Kind das AD(H)S-Syndrom und Sie wollen sich zu Hause zunächst informieren, bevor Ihr Gang zum Psychologen bzw. Kinderarzt ist? Sie können sich natürlich per Internet und Bücher informieren, aber Sie können auch einen kleinen Test  in der ADS/ADHS-Fundgrube durchführen. Dieser Test soll ein Leitfaden auf dem Weg zur ADS-Diagnostik sein, dauert ca. 20-30 min. und Sie können dies kostenlos durchführen, jedoch müssen Sie sich anmelden. Nach dem Test bekommen Sie sofort die Ergebnisse, was Sie auch per email zugeschickt bekommen. Dieses Ergebniss können Sie dann dem Kinderarzt, dem Psychologen oder dem Therapeuten vorlegen. Somit bekommen sie/ Sie einen kleinen Überblick und auch der behandelnde Arzt/ Therapeut. Bei diesem Test werden 5 Bereiche abgefragt:

  • Unaufmerksamkeit bzw. Schwierigkeiten in der Konzentration
  • Hyperaktivität
  • Impulsivität
  • Sensibilität/ Depression
  • Lernschwäche

Dies ist natürlich nur ein Überblick, genauer und speziell  kann nur beim Kinderarzt/ -psychologe oder beim Ergotherapeuten getestet werden und die Therapie darauf ausgerichtet werden.

Hier geht es zum Test

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Feb-26-09

Lesen bildet!

posted by Christin

Viele Kinder sehen doch heute viel zu viel fern, sitzen zu lange vor dem Computer oder spielen viel zu oft Video Games. Lassen Sie Ihr Kind mehr Lesen! Folgende Punkte fördert das Kind beim Lesen:

  • regt Fantasie und Kreativität an
  • Steigerung der Konzentrationsfähigkeit
  • erhöht Artikulations- und Kommunikatiosfähigkeit
  • erweitert Wortschatz
  • bildet eigene Meinung
  • Selbständigkeit, vor allem im Alltag (zB.: später Verträge, Arbeitsanleitungen, … lesen)
  • Förderung sozialer Interaktion durch Hineinversetzen in Handlungen und Persönlichkeiten der Geschichten und fördert somit auch das Einfühlungsvermögen
  • Bildung

Es gibt viele Kinder, die wenig Interesse am Lesen zeigen, da in der Schule nicht besonders ansprechende Bücher gelesen werden sollen und zu Hause das Lesen teilweise nicht vorgelebt wird. Hilfreich ist, wenn Sie dem Kind viel vorlesen, selber auch Interesse zeigen und lesen, denn Kinder übernehmen das, was die Eltern auch tun. Bieten Sie Ihrem Kind auch Bücher an und Ihr Kind kann sich daraus ein Buch auswählen, was es gerne lesen möchte. Innerhalb der Therapie gibt es viele liebevolle Übungen für’s Lesen und Verstehen bzw. Bildergeschichten, bei denen die Kinder eigene Geschichten bilden und kreativ sein können.

Also, versuchen Sie übers Lesen, mit all den  Vorzügen und Förderungen, die Kinder weg vom Computer und Fernseher zu bekommen.

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