Um kognitive Defizite festszustellen, entwiclelte Folstein in den 70er Jahren den Mini- Mental- Status- Test. Zur Diagnosestellung Demenz und Alzheimer dient dieser als meistverwendetster Test. Ich selbst wende diesen Test gerne in der Praxis an, dennoch sind auch ein paar Kritikpunkte zu beachten (s.u.).
Wie dieser Test durchgeführt wird, finden Sie hier auf der Seite von der Spezialambulanz für Gedächtnisstörung in Wien. Dies geschieht in Form eines Interviews und dauert ca. 3-10 min.
Abgetestet werden folgende Bereiche:
- zeitliche Orintierung
- räumliche Orientierung
- Merk- und Erinnerungsfähigkeit
- Aufmerksamkeit
- Sprache und Sprachverständnis
- Lesen
- Schreiben
- Zeichnen
- Rechnen
Voraussezungen für die Durchführung:
- störungsfreie Atmosphäre
- sensorische Einschränkungen beheben: zB.: reduzierte Seh- o. Hörleistung mit Brille oder Hörgerät
- Schmerzen können die Aufmerksamkeit beeinträchtigen
- auch Scham, Scheu oder die Auseinandersetzung mit neu diagnostizierter Erkrankungen können das Ergebnis beeinflussen
Kritikpunkte:
- sehr anfällig für Störeinflüsse
- nur grobe Einschätzung kognitiver Defizite (bei kritischem Testergebnis weitere Abtestung und Überprüfung notwendig)
- kein Instrument zur Früherkennung für Demenz
- keine Unterscheidung möglich, ob Alzheimer-, vaskuläre oder frontale Demenz
- auch parallele Erkrankungen, wie (Alters-)Depression, können den Test beeinflussen
positive Kritik:
- neben den zuvor genannten Kritikpunkten, ist der MMST trotzdem ein effizientes Screeningsverfahren, wenn sich der Verdacht auf eine dementielle Erkrankung erhebt
- außerdem lässt sich gut damit den Fortschritt der dementiellen Erkrankung beobachten und überprüfen
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Den guten Kerl haben in meinem Geriatriepraktikum immer die klinischen Psychologen durchgeführt, es war immer spannend zu sehen, wie die Klientinnen und Klienten anschließend beim DEMTECT abschnitten, da offenbarten sich teilweise Abgründe…aber ich schreib im neuen Jahr mal was drüber, danke für die Anregung…
Ich habe damals auch öfter für “mal schnell” dem MMST durchgeführt um einfach was in der Hand zu haben an Werten, wobei dieser für leichtere Formen der Demenz doch deutlich zu einfach ist. Viele Patienten empfanden ihn auch als “Verarsche” und fühlten sich veräppelt.
Der Demtect ist da deutlich patientenfreundlicher.
Stimmt, aber schau mal bei Markus`Blog vorbei, der einen tollen Beitrag zum DemTect geschrieben hat: http://mkraxx.wordpress.com/2010/01/10/wissensvermehrung-demenzfrherkennung-der-demtect-test/
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