Stroke Music
Heute habe ich etwas interessantes zum Thema Schlaganfall gelesen. Auch neben der Egotherapie soll Musik zur Rehabilitation beitragen. Eine Studie in Helsinki hat gezeigt, dass der Einsatz von Musik die kognitiven Fähigkeiten der Patienten fördert. Das Großhirn verändert sich nach dem Schlaganfall plastisch, die Aufgaben der abgestorbenen Zellen durch den Schlaganfall werden zum Teil von anderen Neuronen übernommen, was zu einer Rückbildung von Paresen führen kann. Um dies zu unterstützen, bedient sich die Rehamedizin sowohl der Ergotherapie als auch auditorischer und visueller Stimili. Da verschiedene Experimente ergeben haben, dass akustische Stimulierung die Erholung von Hirnfunktionen gefördert werden, wurde geforscht, wie das bei Patienten mit Schlaganfall wirkt. Deutlich hat ergeben, dass die Patienten, die täglich eine Stunde Musik hören sollten, bessere kognitive Fortschritte gemacht haben, als die Patienten, die keine Empfehlung bekommen haben. Alle haben aber zusätzlich an der Schlaganfall-Reha teilgenommen. Verbesserungen zeigten sich verbalen Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit, Sprache und Kommunikation, außerdem seien die Patienten weniger depressiv und verwirrt. Die Forscher gehen davon aus, dass auch das Gesangselement eine Rolle spielt. Die Studie hat ergeben, dass Texte in gesungener Form große Wirkung haben. Das motiviert doch bei Patienten mit Schlaganfall mehr Musik einzusetzen.
Oh, da kann ich auch mal was berichten.
Wir arbeiten in unserer Praxis viel bei Kindern mit dem audiva System zur Vernetzung von linker und rechter Hirnhälfte usw. Habe dieses einfach mal bei meinen Schlaganfallpatienten ausprobiert mit grandiosen Erfolgen. Sie fanden nicht nur die Musik äußerst angenehm, sie entspannten zudem auch körperlich, Spastiken lösten sich durch das reine hören und das allerbeste: kognitiv eingeschränkte waren deutlich wacher, aufmerksamer und verbesserten sich auf Dauer sogar in ihren Werten.
Also, mehr Musike für Patienten
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